Über uns

 

Hier wollen wir, die, wie wir glauben, häufigsten Fragen beantworten und uns – so ganz nebenbei – kurz vorstellen.

Was ist eigentlich Kampfkunst?

Man unterscheidet zwischen Kampfkunst und Kampfsport. Die Kampfkünste sind hauptsächlich zur Selbstverteidigung gedacht. Sie enthalten auch „unschöne“ Techniken, die für einen Angreifer sehr schmerzhaft und auch gefährlich werden können. Anders bei den Kampfsportarten, sie haben sich zwar aus den Kampfkünsten entwickelt, wurden aber dann auf einen fairen Wettkampfsport angepasst. So verbietet es einem zB einen Tiefschlag in die Geschlechtsteile, um den Gegner „abzulenken“. Viele dieser Wettkampfsportarten bieten aber mittlerweile zusätzliche Selbstverteidigungseinheiten an.

Was ist Taijutsu?

Taijutsu ist japanisch und zusammengesetzt aus den beiden Worten: TAI für Körper und JUTSU für Technik, Kunst, Zauberei. Damit ist gemeint, mit dem Körper bestimmte Techniken auszuführen. Taijutsu umfasst Techniken zum Hebeln, Werfen, Fallen, Rollen, Ringen, Schlagen, Treten, Würgen, etc.
Taijutsu ist in allen Kampfkunst- und Kampfsportarten vertreten. Nur haben sich im Laufe der Zeit die einzelnen Systeme auf ihre Hauptanwendung spezialisiert. So zB das Karate (leere Hand) auf Schlagen und Treten, das Judo (sanfter Weg) mehr auf Hebeln, Werfen und Würgen.

Was ist dann Buijnkan?

Das Buijnkan Ninpo Taijutsu (auch Ninjutsu) ist ein System in dem neun historische japanische Kampfkünste vereint sind und unterrichtet werden. Ninjutsu ist japanisch und bedeutet wörtlich übersetzt „die Kunst des Erduldens“ und wird auch „Die Kunst des ausdauernden Herzens“ genannt, weil Geduld, Ausdauer und Selbstdisziplin zu den entscheidenden Tugenden der Ninja gehörten. Vertreten werden diese Stile durch Dr. Masaaki Hatsumi in Japan. Sensei Hatsumi ist der letzte lebende Ninja in klassischer Form. Er ist das Oberhaupt des Buijnkan und unterrichtet noch heute im Alter von über 80 Jahren in seine Schüler aus aller Welt in seinem Dojo in Japan.

Und wie kommt diese japanische Kampfkunst nach Gräfenberg?

1992 gründete Detlef Edenhofner die Taijutstu Gruppe als Abteilung des TSV Gräfenberg. Im Jahr 2007 verließ die Gruppe den TSV und die Kampfkunstschule Gräfenberg wurde unter dem Namen Ede-dojo als eigenständiger Verein gegründet. Nach dem Bau eines eigenen Dojos (Trainingsraum) in Walkersbrunn hinter der Obsthalle Trautner konnte zusätzlich zum Kinder- und Jugendtraining in der Schulturnhalle Gräfenberg noch ein Erwachsenentraining, sowie Lehrgänge und Seminare angeboten werden. Im Zuge der Selbstständigkeit wurde zu dem klassischen Taijutsu auch das Buijnkan Ninjutsu hinzugezogen. Als 2013 Detlef Edenhofner die Kampfkunstschule Ede-Dojo verliess, wurde der Verein umbenannt in Kampfkunstschule Gräfenberg eV und wird nun unter der Leitung von Markus Müller weitergeführt. Die Kampfkunstschule Gräfenberg ist der Buijnkan-Schule von Axel Franke aus Berlin angegliedert, welcher durch seinen Meister-Dan von Soke Hatsumi Masaaki aus Japan ernannt wurde, um das Buijnkan zu lehren.

Wer trainiert wann und was?

Für das Kinder-/Jugendtraining bleibt das klassische Taijutsu als Basis-Training bestehen, da hier spezieller Wert auf die Basis-Techniken gelegt wird. Es wird speziell Kraft, Ausdauer, Fallschule und klassische Taijutsu-Techniken gelehrt. Beim Erwachsenentraining werden zwar auch diese Basics geschult, jedoch liegt der Schwerpunkt mehr auf dem Bujinkan Ninjutsu und den Lehren aus Japan.